Murauer Rallye St. Veit
 
 
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Die Rückkehr der Giganten:
 

Sensationelles Aufeinandertreffen legendärer Motorsportgrößen auf der St. Veiter Rennbahn.

Fotos: Harald Illmer

Am 18. Mai dieses Jahres wird das einzigartige Rennbahngelände nach vielen Jahren erneut  in die traditionsreiche Rallye-Geschichte der Herzogstadt eingehen: Einerseits kämpfen die Rallye-Gladiatoren der Neuzeit in  einer  spektakulären Sonderprüfung um den Gesamtsieg der Murauer Rallye 2019, andererseits kann man einige Stunden davor, genau gesagt ab 13 Uhr, zahlreiche Legenden des österreichischen Motorsports in ihren kraftstrotzenden Boliden bewundern.

Eine Ansammlung mega erfolgreicher  Sportler auf vier Rädern, wie es die Bevölkerung in unseren Breitengraden noch nie gesehen hat und möglicherweise auch nie wieder sehen wird..

Zahlreiche Legenden mit klingenden Namen, die das Herz jedes Motorsportfans höher schlagen lassen werden ihr nie verloren gegangenes Können auf dem Wiesenmarktgelände wieder aufblitzen lassen.

Allen voran Franz Wurz, Jahrgang 1946 und mehrfacher Autocross-Europameister. Der Vater des einstigen Forme1-Fahrers Alexander Wurz begeisterte die Massen bis in das Jahr 1982 unter anderem mit einer Rakete, besser bekannt unter Lancia Stratos HF. Ein Auto, das er in den späten 1970er Jahren  verkaufte, um daraufhin auf Audi Quattro riesige Erfolge zu feiern. Sein Sohn Alex kaufte im Jahr 2013 den Stratos zurück und der Wagen ist heute wieder optisch und mechanisch auf dem Top-Niveau der glorreichen Zeiten, als sein Vater ein Rennen nach dem anderen gewann.

Was viele nicht mehr wissen; Der damalige Käufer des Lancia Stratos HF ist kein geringerer als Andy Bentza. Mit diesem Fahrzeug gelang dem 1952 geborenen ebenfalls der Gewinn der Europameisterschaft. Im Jahr 1978 war er somit der beste Ralleycrosser des alten Kontinents und ist natürlich am Samstag auf der Rennbahn dabei.

Freuen darf man sich auch auf  den mittlerweile 75 Jahre alten  Herbert Grünsteidl, der seinen Konkurrenten erstmal mit einem VW-Käfer den Auspuff gezeigt hat. Ein Renault Aipine A310 bescherte ihm schließlich 1977 den Europameisterschaftstitel. Übrigens: Grünsteidl startet am Samstag bei der Murauer Rallye in einem Vorausfahrzeug der Marke BMW 1602 TI.

Den absoluten Hero der Kärntner Rallye-Welt kennt wohl auch jetzt noch jeder, der sich mit diesem faszinierenden Sport beschäftigt. Klaus Russling ist in den 1970iger und -80iger Jahren etwa 230 Rennen gefahren. Der legendäre Zweifachstaatsmeister erzielte 1974 auf Porsche bei der Rallye-Europameisterschaft den sensationellen dritten Platz.

Die Liste der Prominenten des Rallyesports, die sich am dritten Maiwochenende in St. Veit die Ehre geben werden ist lang. Zu bewundern sind auch auch Achim Mörtl, österreichischer Rallye-Staatsmeister der Jahre 1996 und -99 sowie 2006 und Raphael Sperrer, der die österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft insgesamt sechsmal für sich entscheiden konnte.

Weiters drehen ihre Runden auf der Rennbahn: Erich Haberl, der noch heute als „Austrian Rallye Legend“ mit seinem Porsche 911 Carrera in Österreich unterwegs ist, Walter Marcher, zigfacher Autocross-Staatsmeister, sowie die heimischen Motorsportgrößen Robert Leitgeb, Josef Tschopp, Herbert Liegl und last, but not least, Alfred Kramer.

Mit Rudi Weber ist ein legendärer Organisator von Top-Motorsportveranstaltungen unter den Gästen. Er war es auch, der das Kunststück zusammenbrachte, einen Europameisterschaftslauf auf der Rennbahn, mitten im Zentrum der Herzogstadt, durchzuführen.

Murauer Rallye St. Veit 2019 powered by IWD Pressedienst
Peter Pugganig

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